Was man kann, was man will und was man macht…
Wie viele Menschen wissen eigentlich genau, was sie können? Nicht, was sie meinen zu können oder glauben zu können, weil es ihre Sozialisation, ihre Umfeld oder die beruflichen Aspekte es vorschreiben. Wenn man sich mit der Frage auseinander setzt, was man eigentlich kann, was ist da wohl die erste Antwort, die einem im Kopf rumgeistert?
Sie hat meistens doch etwas mit dem ergriffenen Beruf zu tun. Selbst die Menschen, die ihren Job augenscheinlich hassen (ich denke da mit Beklemmung an diverse Erfahrungen mit Berliner Busfahrern, mies gelaunten Servicekräften in der Gastronomie oder oder oder) würden bestätigen, dass das, was sie da eigentlich tun, etwas ist, dass sie können.
Aber sollte man das, was man kann nicht auch noch wollen? Nehmen wir mal an, ich wäre ein begnadeter Verkäufer. Ich habe ein Produkt, dass ich an den Mann bringen will. Sehe ich mich als Vertriebspro? Nur, weil ich ein paar rhetorische Kniffe drauf habe und in der Lage bin Menschen sehr gezielt zu manipulieren… Ist es jetzt etwas, dass ich kann? Wenn ich da eigentlich keinen Spaß dran habe, weil ich meine eigenen Ideale verraten müsste um noch erfolgreicher zu sein?
Weil ich es doch kann, schleicht sich der Gedanke ein, ich müsste es auch wollen. Ich beneide all die Menschen, die in ihrer Arbeit wirklich aufgehen, weil sie nicht nur Spaß daran haben, sondern derart dahinter stehen, dass sie es wirklich wollen. Ich will meinen Job wirklich lieben, Stolz darauf sein ihn zu haben. Sicherlich ist es eine Utopie zu glauben, dass es einen Job gibt, der ausschließlich Spaß macht. Täusche ich mich, gerne Feedback dazu.
So gibt man sich dem Leben hin und bemüht sich um die Synthese zwischen dem, was man vermeintlich kann und was man will. Das Ergebnis ist dann wohl das, was man macht…
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