Was ich in der Liebe will
Was will ich eigentlich in der Liebe? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und oft bin ich nur so weit gekommen, als ich formulieren konnte, was ich von einer potentiellen Partnerin erwarte.
Mit der Zeit hat sich in mir die Erkenntnis geprägt, dass ich von meinen Vorstellungen selbst viel auf meine jeweilige Partnerin projiziere, aber sehr entscheidende Dinge, die mir immer für mich in meinem Sein wichtig waren, außer Acht gelassen habe.
Sicherlich. Man ignoriert hier und da immer wieder Aspekte am Partner, durch die man sich gestört fühlt. Warum man sich dadurch gestört fühlt ist mannigfaltig. Darüber schreibe ich ein anderes Mal.
Ich will Liebe spüren. Ich will sie spüren, wenn es mir schlecht geht und ich die Bestätigung in einem anderen suche. Ich will die Liebe zu einem Menschen so spüren, wie sie ist. Die Liebe zu dem Menschen. Die Liebe, die auf wechselseitiger Anerkennung und auf gegenseitigem Respekt gründet.
Ich will dafür geliebt werden, weil ich bin, wer ich bin. Nicht dafür, für wen ich gehalten werde. Ich will nicht dafür lieben, dass ich geliebt werde. Nicht dafür, dass gewisse Eigenschaften an mir geschätzt werden. Ich will mich selbst für den Menschen lieben, der ich bin.
Ich kann die ganze Liebe, die tief in mir steckt teilen. Andere daran teilhaben lassen und für das lieben, was sie sind, nicht für das, was sie in mir sehen oder Aspekte von mir, die ich zeige. Ich will nicht mehr die verstellten Anteile von mir zeigen, sondern mich selbst.
Ich wünsche mir, dass die Person, die hinter der Fassade steckt geliebt wird, nicht die Teile von mir, die nur angepasste Verhaltensweisen sind. Ich will ganzheitlich geliebt werden. So wie ich ganzheitliche Liebe entgegenbringe.
Ich wünsche mir für meine nächste Beziehung eine Form von Liebe, die von Reife geprägt ist. Die sowohl Eros, Philia, als auch Agape ineinander vereint.
Ich will mich öffnen können und unverblümt zeigen. Ich will es nicht davon abhängig machen, was mir entgegengebracht wird. Ich gebe mir selbst Halt und brauche ihn nicht mehr in anderen Menschen suchen. Damit meine ich, dass ich mit mir selbst im Einklang bin, auch in einer Beziehung. Ich weiß bei mir selbst immer, woran ich bin und lasse meine Partnerin daran teilhaben.
Ich will helfen, nicht unter Druck setzen. Ich will da sein. Ich will nicht versuchen, jemanden in eine Rolle zu drängen, sondern dabei unterstützen, sich frei entfalten zu können, so wie ich mir wünsche dass ich dabei unterstützt werde, dass ich mich entfalten kann. Ich übertrage keine Funktionen. Ich schenke Sicherheit und Vertrauen, auch wenn diese Sicherheit verletzend sein kann. Ich bin zumindest authentisch und loyal.
Ich habe sicherlich Ansprüche. Diese aufzugeben würde bedeuten, mich selbst aufzugeben. Das was ich bin. Ich bin in der Liebe sehr gerne gebend. Denn das, nicht nur nach Fromm und anderen Theoretikern, macht die Liebe doch aus. Dazu bin ich im Stande und dankbar dafür, dass ich es im Laufe der Jahre gelernt habe. Zu lieben heißt zu geben.
Es geht in der Liebe und in der Partnerschaft nicht darum, wie vermeintlich gut man zusammen passt. Durch die Liebe wächst man zusammen.
Männer und Frauen passen nicht zusammen. Es geht im Leben und in der Liebe immer nur darum, denjenigen zu finden, mit dessen Macken man am Besten klar kommt. -unbekannt
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